Persöhnliche Beratung

System GmbH-Gruppe bietet Komplettlösungen - Dienstleistungen als Schwerpunkt

>>Rhein-Sieg-Rundschau 03.09.1998<<


Guter Service lässt Kundenkartei und Umsatz kräftig wachsen

Lohmar: Große Umsatzsprünge sind für die System GmbH-Unternehmensgruppe in Lohmar nicht ungewöhnlich, aber angesichts geringer Wachstumsraten in vielen Branchen mag Geschäftsführer Peter Wisser gar nicht so gerne darüber reden: „Das glaubt uns ja keiner.“ Tatsächlich erscheint die Entwicklung des Unternehmens außergewöhnlich. Seit der Gründung im Jahr 1990 wuchs die Zahl der Mitarbeiter stetig auf 22, die 1997 rund 4,5 Millionen Mark umgesetzt haben. Für 1998 peilt die System GmbH – zum Angebot gehören Soft- und Hardwarelösungen, Informationstechnik sowie EDV und Wirtschaftsberatung – 6 Millionen Mark an.

Als Dietmar Konopka (27), der das Unternehmen mit Peter Wisser (33) und Roger Schmitz (42) leitet, als 16jähriger auf den Namen seiner Mutter ein Gewerbe anmeldete, dachte er nicht daran, einmal soviel Erfolg zu haben. Zunächst schrieb der Schüler des Siegburger Gymnasiums Alleestraße nur Computer-Programme, um sein Taschengeld aufzubessern. Nach dem Abitur begann Dietmar Konopka, mit Computer zu handeln. Weil er feststellte, dass die Kunden auch Beratung wünschten, gründete er die „System GmbH Soft- & Hardware-Lösungen“, in die wenig später sein Schwager Roger Schmitz einstieg. Als dritter Geschäftsführer kam Peter Wisser hinzu, der als Handelsvertreter für die KHK-Software GmbH & Co. KG, Frankfurt, gearbeitet hatte.
Die Entscheidung für Peter Wisser als Partner fiel Dietmar Konopka und Roger Schmitz leicht. Schließlich handelten sie mit Programmen von KHK, dem Software-Marktführer für mittelständische Unternehmen in Deutschland. Die Programme werden bei „System“ auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt.
Die schnell wachsende Kundenkartei ließ das Unternehmen rasch expandieren. 1996 wurde die „System GmbH EDV und Wirtschaftsberatung“ gegründet, und ein Jahr später kam die „System GmbH EDV und Informationstechnik“ hinzu. Dass die Kunden mit den Leistungen und Unternehmensgruppe offenbar zufrieden sind, zeigt die Referenzliste. Die GKN Automotive AG, Lohmar, gehört ebenso dazu, wie die Kölner Fundus Fonds Verwaltungen GmbH.
Um den Kunden maßgeschneiderte Computer bieten zu können, bauen die Unternehmer jährlich 600 Geräte zusammen. Dafür werden ausschließlich hochwertige Teile verwendet, versichert jedenfalls Dietmar Konopka, Der Vorteil der Eigenproduktion: „Bei der Wartung wissen wir, was drin ist, und wir können gleich reagieren.“ Der Kundendienst sei denn auch eine besondere Stärke der Unternehmensgruppe. „Wichtig ist Zuverlässigkeit, mit Reklamationen vernünftig umzugehen“, stellt Dietmar Konopka fest. Die Branche habe damit offensichtlich ein Problem. Viele Händler gäben sich zwar beim Verkauf von Computer und Programmen viel Mühe, aber dann werde der Kundendienst vernachlässigt. Deshalb sei der EDV-Händler „der Lieferant, der am häufigsten gewechselt wird“. Mittelfristig wollen die frei Geschäftsführer den Anteil von Dienstleistungen am Umsatz von derzeit 45 auf 65 Prozent steigern.
Weiter wachsen soll auch die Kundenkartei und damit die Zahl der Beschäftigten. Weil aber qualifizierte Mitarbeiter schwer zu finden sind – der Markt ist wegen der Programm-Umstellung auf das Jahr 2000 und der Einführung des Euro leergefegt – bildet die Unternehmensgruppe aus: drei Kaufleute für Bürokommunikation und eine Informatikerin/Fachrichtung Anwendungsentwicklung.